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Hollerkücherl in Bierteig (gebackene Hollunderblüten)

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Zutaten

Anzahl Personen:
20 Holunderblüten mit Stiel
50 Gramm Butter
200 Gramm Weizenmehl
0,1 Liter Mineralwasser mit Kohlensäure
0,2 Liter Helles Bier
1 Prise Salz
2 Eier
500 Gramm Butterschmalz
nach Belieben Puderzucker

Hollerkücherl in Bierteig (gebackene Hollunderblüten)

Ein Gericht aus Omas Küche, das man heute nur noch selten findet

Küche:

Frisch gepflückte Hollunderblüten mit Bierteig überzogen und in Butterschmalz ausgebacken. Traumhaft!

  • 45 Minuten
  • Personen: 4
  • Medium

Zutaten

Anleitung

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Hollerkücherl sind in Bierteig ausgebackene Hollunderblüten. Ein Gericht mit Tradition, welches man selbst bei uns in Bayern nur noch ganz selten in den Wirtshäusern findet.
Ein fantastisches Gericht der Früh-Sommerküche. Der Hollunder blüht je nach Wetter von Ende Mai bis Ende Juni und ist bevorzugt an Waldrändern zu finden.
Da ich aber gerade jetzt im Winter Sehnsucht danach habe, habe ich mal mein Rezept aufgeschrieben.

Vorsicht:
– es kommt sehr heißes Fett zum Einsatz. Verbrennungsgefahr. Fängt Dein Fett tatsächlich an zu brennen, nie mit Wasser löschen!
– man sollte sich auskennen und wissen, dass man tatsächlich Hollunder und nicht eine giftige Pflanze gepflückt hat
– Blüten bitte auf Insekten untersuchen und nicht an vielbefahrenen Straßen und in Bodennähe pflücken
– Blüten mit Stil pflücken. So hast du später einen Griff und kommst nicht mit dem heißen Fett in Berührung

Arbeitsschritte

1
Erledigt

Blüten vorbereiten

Untersuche die frisch gepflückten Hollunderblüten auf Insekten und entferne diese. Idealerweise wäscht du die Blüten nicht. Das kostet Aroma und lässt den Teig später schlechter haften.
Wenn es dir gewaschen trotzdem lieber erscheint, dann nur ganz kurz überbrausen und schnell trocken schütteln.

2
Erledigt

Den Bierteig herstellen

Schmelze die Butter langsam in einem Kochtopf.
Verrühre in einer Schüssel die geschmolzene Butter, Mineralwassser, Bier, Mehl, Salz und Eier zu einem schönen Bierteig. Hier ist Feingefühl gefragt. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu flüssig sein. Probiere erst mit einer Dolde aus, ob er an den Blüten haften bleibt.
Das Mineralwasser hilft übrigens durch die Kohlensäure den Teig locker und fluffig zu machen.

3
Erledigt

Ausbacken

Vorsicht Verbrennungsgefahr: Erhitze das Butterschmalz in einem hitzebeständigen Topf. Es ist heiß genug, wenn Du einen Kochlöffel aus Holz herein hältst und sich um das Holz herum kleine Bläschen bilden und nach oben steigen. Dann hat dein Butterschmalz eine Temperatur von etwa 170 Grad Celsius und somit die optimale Temperatur zum Frittieren.
Schwenke die Blütendolden durch den Bierteig und dann geht's hinein in das Vergnügen. Im heißen Fett braucht die Köstlichkeit maximal 2 Minuten, bis der Teig schön goldbraun gebacken wird. Lass das Fett dann noch auf Küchenpapier abtropfen, überstreue den Puderzucker und serviere das Naschwerk noch warm. Manche mögen gerne noch eine Kugel Vanilleeis dazu. Ich dagegen genieße dieses feine Gericht am liebsten pur, oder maximal mit einer Erdbeere als Deko.

Guten Appetit!

Johannes

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